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Afrikanische Masken: Typen und Wert

Masken sind die bekannteste Form afrikanischer Kunst – und die am häufigsten kopierte. Hier einige wichtige Typen, wofür sie gemacht wurden und was entscheidet, ob eine Maske ein paar Euro oder ein Vermögen wert ist.

Wofür afrikanische Masken gemacht wurden

Masken waren meist Teil einer Aufführung: getragen mit einem Kostüm, getanzt zu Musik, bei Initiationen, Begräbnissen, Erntefesten oder zur Schlichtung von Streit. Viele gehörten Bünden oder Geheimgesellschaften. An der Wand ist eine Maske nur ein Bruchstück des Ganzen – deshalb zählen Trage- und Tanzspuren so viel.

Einige bekannte Typen

Volk / RegionTypische Merkmale
Dan (Liberia, Elfenbeinküste)Ovale Gesichtsmasken mit glatter, dunkler Oberfläche und schlitzförmigen oder runden Augen
Baule (Elfenbeinküste)Feine Porträtmasken mit aufwendigen Frisuren, oft mit kleinen Hörnern oder Vögeln
Fang (Gabun)Längliche weiße Ngil-Masken mit herzförmigem Gesicht; die Fang sind auch für Reliquiarfiguren bekannt
Punu (Gabun)Weiße Frauenmasken mit Mandelaugen und Kammfrisur
Songye (DR Kongo)Kifwebe-Masken, mit parallelen geschnitzten Rillen bedeckt
Chokwe (Angola, DR Kongo)Mwana-Pwo-Masken, die eine junge Frau darstellen, mit Ziernarben
Bamana (Mali)Chiwara-Antilopenaufsätze, verbunden mit dem Ackerbau
Yoruba (Nigeria, Benin)Gelede-Masken, oben auf dem Kopf getragen, oft bemalt

Jeder dieser Typen wird heute massenhaft nachgemacht. Ein berühmter Stil allein ist kein Zeichen für Wert.

Was den Wert einer afrikanischen Maske bestimmt

  • Gebrauch: Abnutzung und Patina innen, durch Gebrauch ausgeweitete Löcher für das Kostüm, Reste alter Pigmente.
  • Qualität: die Kraft und Feinheit der Schnitzerei.
  • Alter: Stücke, die vor der Mitte des 20. Jahrhunderts gesammelt wurden, sind am gefragtesten.
  • Provenienz: frühe Sammlungen, Etiketten, Ausstellungen und Publikationen.
  • Zustand: ehrliche Abnutzung ist in Ordnung; starke Restaurierungen und Übermalungen mindern den Wert.

Warum afrikanische Masken Sammler faszinieren

Afrikanische Masken und Skulpturen beeinflussten Anfang des 20. Jahrhunderts Künstler wie Picasso, Matisse und Modigliani. Außergewöhnliche Stücke gehören zu den teuersten Objekten ihrer Art: 2006 wurde in Paris eine Fang-Maske für 5,9 Millionen Euro versteigert, 2022 in Montpellier eine Ngil-Maske der Fang für 4,2 Millionen Euro. Solche Stücke sind extrem selten – zeigen aber, warum sich ein genauer Blick auf eine geerbte Maske lohnt.

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Häufige Fragen

Ist meine Maske echt, wenn sie Löcher am Rand hat?

Löcher zum Befestigen des Kostüms sind bei getanzten Masken normal, aber Kopien haben sie auch. Achten Sie auf Abnutzung durch Schnüre rund um die Löcher: Sie sollte benutzt aussehen, nicht frisch gebohrt.

Sind bemalte Masken weniger wert?

Überhaupt nicht – viele Typen waren bemalt. Entscheidend ist, ob die Farbe alt und Teil des Gebrauchs ist oder neu und für den Verkauf aufgetragen.

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